Konzeption und Geschäftsordnung

Konzeption für das Frauenwerk
des Evangelisch – Lutherischen Kirchenkreises Dithmarsche

  1. Vermächtnis und Inspiration
  2. Theologischer Standort
  3. Frauenwerk Dithmarschen
  4. Wahrnehmung der Situation und Herausforderungen
  5. Arbeitsschwerpunkte
  6. Aufgaben der Referentin für Frauenarbeit

 

  1. Vermächtnis und Inspiration
    Unsere christliche Überlieferung macht uns in der Bibel mit inspirierenden Männern und Frauen bekannt. Oft wachsen gerade die vorgestellten Frauen über die ihnen von der Gesellschaft zugewiesene Rolle hinaus und bestärkt durch ihren Glauben und ihre Erfahrungen mit Gott leben sie dadurch ihr Menschsein authentischer. Neben anderen Beispielen sind Mirjam, die Schwester von Mose im Buch Exodus und die beharrliche Witwe aus dem Lukas Evangelium prägnante Beispiele dafür. Charismatisch, standfest und glaubensstark geben sie auch in der Gegenwart für Frauen ein Beispiel und sind für sie Inspirationsquelle. Sie und andere biblische Protagonisten und Protagonistinnen sind mit ihrem Handeln zeitlos und durch ihre Aussagekraft wichtig für kirchliches Wirken in der Gegenwart. Evangelische Frauenarbeit stellt sich der Herausforderung, diese und andere die Menschen befreiende Erfahrungen in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen. Sie verbindet die christliche Botschaft von einem neuen Himmel und einer neuen Erde immer wieder neu mit dem Leben von Frauen in der Gegenwart. Damit nimmt sie das gerade bei Frauen deutlich spürbare Bedürfnis nach Beheimatung im Glauben und nach Spiritualität und geistlichem Leben zeitgemäß auf. Sie macht Kirche auf diese Weise zu einem in der Gesellschaft relevanten und für Frauen bedeutsamen Ort. Dabei wird die inhaltliche Arbeit im Frauenwerk von folgenden grundlegenden theologischen Überlegungen geleitet:
  2. Theologischer Standort
    Nach 1. Mose 1,27 schuf Gott uns Menschen nach seinem Ebenbild als Mann und Frau.Dies hat Konsequenzen in Bezug auf unser Gottesbild und unser Menschenbild. Das ganze Ebenbild Gottes ist nicht allein durch „den Mann“ oder durch „die Frau“ oder durch etwas Geschlechtsneutrales erfasst. Darum gibt es in der Vielfalt der Gottesbilder männliche und weibliche und geschlechtslose Aspekte. Frauenarbeit weiß um diese Vielfalt der Gottesbilder und spürt insbesondere denen nach, die über Jahrhunderte hinweg in einer patriarchalen Gesellschaft ein Hintergrund- und Untergrunddasein führten.Jede und jeder ist einmaliges Geschöpf Gottes und ist zugleich Gottes Ebenbild. Eine Abwertung von Frauen durch Männer oder andersherum entspricht nicht dem Schöpfungswillen Gottes. Überhaupt sind durch die Aussage, dass Gott die Menschen als Frauen und Männer geschaffen hat, keine Geschlechterrollen festgelegt. Jede Zeit, jede Kultur, jede Gesellschaftsform muss neu danach suchen, was Mannsein und Frausein für sie bedeutet. Wir tun dies heute in dem Bewusstsein, dass jede und jeder selbst herausfinden muss, wie sie oder er seine Gaben Gottes mit Leben erfüllt und gestaltet und wie sehr ihn dabei durch die Gesellschaft geprägte Rollenbilder leiten. Das Bewusstsein, dass das Geschlecht nicht auf eine bestimmte gesellschaftliche Rolle festlegt, zu stärken, war und ist Aufgabe evangelischer Frauenarbeit. Dabei ist Galater 3,26-28 Leitlinie: In Christus ist nicht weiblich und männlich. Im Vertrauen auf Gott sind festgelegte Geschlechterrollen bereits überwunden.Frauenarbeit basiert auf der Erkenntnis, dass es keine Theologie losgelöst vom Menschen, von den eigenen Erfahrungen, der eigenen Identität gibt. Ich kann nur aus meiner Perspektive (in meiner Zeit, in meiner Kultur, in meinem Geschlecht) meinen Glauben reflektieren. Gott ist Gott, indem Gott für mich ist, mit mir in Beziehung steht. Ich bin Christin, indem ich mit Gott und meinen Mitmenschen in Beziehung stehe.
    Diese Erkenntnis spiegelt sich auch in der Feministischen Theologie wieder, welche die Kirche mit ihrem Wirken in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Sie hat kirchliche Praxis kritisch reflektiert und verändert und damit dazu geholfen, Menschen in der Kirche neu oder wieder zu beheimaten. Beispielhaft wird dies in der Frauenarbeit in Dithmarschen in besonderen Abendmahlsfeiern deutlich.Frauenarbeit bietet Räume, in denen Frauen mit ihren Erfahrungen und ihrer persönlichen Geschichte in Beziehung zueinander und zu Gott treten können. Diese Räume sind geprägt von Aufmerksamkeit und Wertschätzung füreinander, von wechselseitigem Vertrauen und gegenseitiger Annahme, von Offenheit und emotionaler Wärme. Frauenarbeit bietet Vorbilder, Identifikationen, Sprachformen und Beheimatung und schenkt Freiräume, den eigenen Weg des Glaubens zu erproben und zugleich das Evangelium in seiner Fülle miteinander zu teilen.Dass Körper, Geist und Seele zusammengehören und ein Ganzes bilden, prägt das spirituelle Leben der Frauenarbeit. Körperlich-sinnliche Erfahrungen des Glaubens sind für viele Frauen leichter und damit zugleich tiefer in einer geschlechtlich homogenen Gruppe zu erleben als in einer geschlechtsgemischten Gruppe.Frauenarbeit setzt sich in Beziehung zu den Menschen und bleibt dran an den gesellschaftlichen Fragen der Zeit. Sie ist parteiisch für Frauen, ihre Fragen und Probleme und steht ein für Gerechtigkeit. Frauenarbeit hat einen gesellschaftspolitisch profilierten Standort an der Seite von Frauen, die unter Armut, Missbrauch und Gewalt leiden. Sie weiß sich damit in der Nachfolge Jesu Christi.Frauenarbeit vernetzt sich mit anderen Arbeitsbereichen innerhalb und außerhalb von Kirche, wirkt öffentlich, blickt über Grenzen hinaus und versteht sich als Teil der einen Welt. Insbesondere wird letzteres in der Weltgebetstagsarbeit deutlich.Frauenarbeit ist Kirche und arbeitet mit an einer Kirche der Zukunft.  
  3. Frauenwerk Dithmarschen

Auf dem oben dargelegten Hintergrund organisiert und strukturiert sich Frauenarbeit im Ev.-Luth. Kirchenkreis Dithmarschen als Frauenwerk Dithmarschen.

Noch einmal zusammengefasst dargestellt hat es die Aufgabe, Frauen in ihren vielfältigen Lebenszusammenhängen das Evangelium von Jesus Christus und seine Botschaft von Liebe, Gnade und Gerechtigkeit in Wort und Tat zu verkündigen. Es fördert das Engagement von Frauen und ihre Verantwortung in Kirche, Gesellschaft und Frauenökumene. In seiner Arbeit verbindet es die befreiende Kraft der Bibel mit konkretem Handeln von Frauen. Dabei übernimmt es auch die Aufgabe, Fraueninteressen zu vertreten, Frauenorte zu gestalten und Frauen eine Heimat in der Kirche zu geben. Das Frauenwerk hat Teil am Bildungsauftrag der Kirche und macht frauenspezifische, politische, die Identität stärkende, spirituelle und theologische Angebote.

Das Frauenwerk ist ein Dienst & Werk und Teil der Regionalen Dienste im Ev.-Luth. Kirchenkreis Dithmarschen.

Die inhaltliche Arbeit wird in enger Zusammenarbeit vom Synodalen Ausschuss und von den Referentinnen für Frauenarbeit gemeinsam verantwortet. Dabei nimmt das Frauenwerk auch die Fortbildungsangebote aus dem Hauptbereich 5 der Nordkirche, insbesondere die des Frauenwerks der Nordkirche und dessen Fachberatung in Anspruch.

Das Frauenwerk arbeitet sowohl kirchenkreisweit und übergemeindlich als auch regional in den Kirchspielen und Gemeinden – also mit einer Komm- und einer Gehstruktur.

Die Geschäftsstelle für das Frauenwerk befindet sich im Sekretariat der Kirchenkreisverwaltung – Rentamt Dithmarschen – Nordermarkt 8 in Meldorf.

Das Frauenwerk erhält für Besprechungen und zur Materiallagerung entsprechende und angemessene Räumlichkeiten im Kirchenkreisgebiet.

Für seine Veranstaltungen nutzt das Frauenwerk auch Räume in Absprache mit den Kirchengemeinden, und zwar im gesamten Gebiet des Kirchenkreises.

Der Synodale Ausschuss für Frauenarbeit gibt sich eine Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung wird dem Kirchenkreisrat zur Genehmigung vorgelegt.

Die Aufgaben der Referentinnnen für Frauenarbeit sind unter Punkt 6 beschrieben.

Für die Arbeit des Frauenwerks, den Synodalen Ausschuss und die Referentinnen für Frauenarbeit ist eine regelmäßige Analyse der gesellschaftlichen und kirchlichen Entwicklung grundlegend.

Die Arbeit des Frauenwerks sieht sich mittelfristig den im Folgenden beschriebenen Herausforderungen gegenüber.

  1. Wahrnehmung der Situation und Herausforderungen in der Frauenarbeit in Dithmarschen

Frauen tragen mehrheitlich unsere Kirche: In der Beteiligung am Gottesdienst, in der praktischen Hintergrundarbeit, im Engagement in der Familie, durch die Weitergabe christlicher Werte und kirchlicher Traditionen. Geprägt war die Kirche Jahrhunderte lang durch ein androzentrisches (vom Mann aus denkendes), patriarchales (vom Familienvater geprägtes) Menschen -und Gottesbild. Frauen haben dabei weit bis in das vorige Jahrhundert hinein eine den leitenden Männern gegenüber dienende Rolle eingenommen. Dies traditionelle Rollenbild wirkt bis heute fort, aber die zweite Frauenbewegung hat in der Kirche viel daran verändern können. Die im Umfeld des Frauenwerks engagierten / tätigen Frauen, die an dieser Veränderung mitgewirkt haben, unterstützen in der Regel auch ihre eigene Kirchengemeinde vor Ort. Auf der Suche nach Heimat jedoch, nehmen sie die übergemeindliche Frauenarbeit als Ort der Zurüstung für sich in Anspruch.
Sie verstehen sich dabei zum Teil selbst als „Grenzgängerinnen“ zwischen den Traditionen, stehen in einem kreativen Dialog mit den Überlieferungen des Glaubens und Traditionen und bringen wichtige spirituelle Impulse in ihre Ortsgemeinde ein, zum Beispiel indem sie ihre Erfahrungen des Glaubens in einer neuen sinnlichen und gerechten Sprache formulieren.
Demgegenüber leben (deutlich) jüngere Frauen mit den Früchten des gesellschaftlichen Wandels durch mehr Gleichberechtigung und finden sich im traditionell geprägten – häufig sich nach außen verschließenden – Gemeindeleben nicht mehr wieder. In der kirchlichen Frauenarbeit sehen sie sich ihrer Mütter- oder Großmüttergeneration gegenüber. Die für diese Generation angebotenen Programmangebote entsprechen eher nicht den Erwartungen jüngerer Frauen. Diese vermissen vermutlich auch die Beteiligung von Männern ihrer Generation. So werden vier große Themenfelder deutlich:

  1. Brüche durch den demografischen Wandel und andere gesellschaftliche Veränderungen.
  2. Grundsätzliche Veränderungen im Lebensgefühl von (Menschen) Frauen in der Postmoderne und ein dadurch drohender (bzw. sich bereits massiv vollziehender) Traditionsabbruch
  3. Veränderungen in den Geschlechterbeziehungen
  4. Deutlich veränderte Lebensbedingungen für Frauen durch Berufstätigkeit, Doppelbelastung durch Familienarbeit und Berufstätigkeit, hoher Druck durch Erwartungen an Flexibilität und Mobilität

Deswegen gehen wir auf eine klar definierte Zielgruppenarbeit zu, die diese Situation aufnimmt, deren Auftrag sich aus dem Evangelium ableitet und – grob strukturiert ist in

  1. Begleitung der älter gewordenen Generation von Frauen mit Freiräumen
    a. für weibliche Dialoge
    b. für Heimat
    c. für Reflexion und Bestätigung in ihrer Lebenssituation
    d. für Zurüstung

2.   Auf Zeit begrenzte Projekte, die kirchenferne Frauen (wieder) an die Kirche heranführen:
a. für speziell auf ein jüngeres Lebensalter definierte zugeschnittene Bedarfe von  Frauen
b. mit einem „gender spezifischen Blick“ für Freiräume für Dialoge zwischen                              den Geschlechtern und / oder für gemeinsame Unternehmungen von Männern und Frauen
c. besondere Angebote in den Themenfeldern Spiritualität und Gesellschaftliches Engagement für (Männer) und Frauen.

Die hieraus resultierenden Angebote finden in folgenden Arbeitsschwerpunkten ihren Platz

 

  1. Arbeitsschwerpunkte in der Arbeit des Frauenwerks Dithmarschen

Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen in folgenden exemplarischen Arbeitsfeldern:

  • Spiritualität und Gottesdienst
    • Gottesdienste zu besonderen Anlässen i. d. Frauenarbeit
    • Abendmahl feiern
    • Anlässe i. d. Gemeinden ( z.B. Adventsoasen)
    • Gedenkgottesdienst für verstorbene Kinder
  • Weltgebetstagsarbeit
    • Werkstätten
    • Bildungsangebote
    • Unterstützung i. d. Gemeinden
  • Sozialdiakonische Projekte
    • Förderverein Contra gegen Frauenhandel
    • Kampagne Saubere Kleidung (z.B. Frauenkleiderbörse)
  • Vernetzung
    • mit Kirchspielen und Gemeinden
    • Hauptbereich 5 der Nordkirche (darin Frauenwerk)
    • Mit der Arbeitsstelle Gender der Nordkirche
    • Regionale Dienste
  • Vernetzung mit gesellschaftlichen Gruppen
    • Kreisfrauenforum
    • Arbeitskreis „Gegen Gewalt an Frauen“
    • Andere (z.B. „Frauen helfen Frauen“, Landfrauen)
  • Bildungsangebote
    • Denkwerkstatt zur Problematik von Armut
    • Erkennen globaler Zusammenhänge und notwendiger Veränderungen für soziale Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung
    • Religionspädagogische Themen
    • Lebenslauf begleitende Themen
    • Themen aus dem Bereich der Genderarbeit
    • Fortbildung für das Engagement i. d. Gemeinde
  • Interkulturelles Lernen
    • Begegnungsangebot für Flüchtlingsfrauen/ Frauen mit Migrationshintergrund mit Deutschen Frauen

     

    Die Gestaltung der Angebote liegt in Abstimmung und zum Teil in Zusammenarbeit mit dem Synodalen Ausschuss für Frauenarbeit in den Händen der Referentinnen für Frauenarbeit.

 

6. Aufgabenbeschreibung für die Referentinnen für Frauenarbeit im Frauenwerk des Ev. Luth. Kirchenkreises Dithmarschen – bei einem Stellenumfang von insgesamt 0,75 (0,5+0,25) 

  • Die Referentinnen für Frauenarbeit im Evangelischen Frauenwerk Dithmarschen verfügen über grundlegende religionspädagogische Kenntnisse und ein feministisch theologisches Basiswissen.
  • Sie vertreten Frauensichten auf Theologie, Spiritualität, Kirche und Gesellschaft.
  • Sie führen die Geschäfte des Frauenwerks und begleiten den Synodalen Ausschuss.
  •  Sie unterstützen die Mitglieder im Synodalen Ausschuss darin, die gesellschaftlichen und kirchlichen Entwicklungen aufzunehmen. Sie bilden den Synodalen Ausschuss fort oder schaffen Gelegenheiten für dessen Fortbildung. Sie stärken die Mitglieder des Synodalen Ausschuss darin, der Arbeit im Frauenwerk ein Profil zu geben. Sie geben dem Synodalen Ausschuss innovative Impulse für eine Kirche der Zukunft.
  • Im engen Kontakt mit dem Synodalen Ausschuss, erarbeiten sie Themenvorschläge für das Programm des Frauenwerks und legen dem Synodalen Ausschuss regelmäßig eine Auswertung der durchgeführten Veranstaltungen vor und bereiten den Bericht für die Synode vor.

Sie sind zuständig für die Aquise, Koordination und das Coaching von Ehrenamtlichen

  • in der Weltgebetstagsarbeit
  • bei Projekten und Aktionen
  • für Gottesdienste und Andachten
  • bei der Umsetzung des Jahresarbeitsthemas der Frauenarbeit der Nordkirche
  • auf Anfrage in ihren Anliegen in der Kirchengemeinde

Sie halten den Kontakt und sichern die Vernetzung

  • mit Kirchspielen / Gemeinden und führen diese im Bedarfsfall zu gemeinsamen Treffen zu relevanten Frauenthemen zusammen
  • mit den Regionalen Diensten und den Diensten & Werken im Kirchenkreis Dithmarschen
  • mit unterschiedlichen Arbeitsfeldern in der Nordkirche (Hauptbereich 5, Frauenwerk, Genderstelle)
  • mit dem Kreisfrauenforum und anderen wichtigen Frauengruppen in Dithmarschen

Sie leiten und führen Veranstaltungen durch (Planung, Durchführung, Abrechnung und Auswertung)

  • die sich aus der Jahresplanung ergeben
  • die in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und den Kirchspielen entstehen oder nachgefragt werden

Sie gewinnen Referentinnen für besondere Themen und koordinieren deren Einsatz.

Unter Einbeziehung des Synodalen Ausschusses repräsentieren die Referentinnen für Frauenarbeit das Frauenwerk nach außen und sind für dessen Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Die Dienst- und Fachaufsicht für die Referentinnen für Frauenarbeit liegt beim Propst / der Pröpstin des Kirchenkreises.

Für die Aufgaben der Referentinnen werden Aufgaben- und Stellenbeschreibungen erstellt, die mit der Dienst- und Fachaufsicht abzustimmen sind.

Das Konzept wurde dem Kirchenkreisrat am 03.09.2015 vorgelegt und genehmigt.

 

 

Geschäftsordnung
des Synodalen Ausschusses für das Frauenwerk
Des Ev.-Luth. Kirchenkreises Dithmarschen

Der Ausschuss für das Frauenwerk im Ev.-Luth. Kirchenkreis Dithmarschen gibt sich nachfolgende Geschäftsordnung gemäß den Reglungen nach Art. 6 Absatz 10 der Verfassung der Nordkirche in Verbindung mit §§ 18 und 19 der Geschäftsordnung der der Kirchenkreissynode des Kirchenkreises Dithmarschen. Die Geschäftsordnung der Kirchenkreissynode gilt entsprechend, soweit in dieser Geschäftsordnung keine Reglung zu bestimmten Teilen erfolgt

§ 1 Wahl des Vorsitzes und einer Stellvertretung

Der Ausschuss wählt aus seiner Mitte eine Vorsitzende, sowie eine Stellvertreterin. Diese sollen Mitglieder der Kirchenkreissynode sein.

§ 2 Einladung, Teilnahme, Beschlussfähigkeit, Beschlüsse, Niederschrift, sonstige Beteiligte, Ablauf der Sitzung und Beschlussfähigkeit 

  1. Zu den Sitzungen ist mit der Frist von mindestens einer Woche von der Vorsitzenden oder Stellvertretenden Vorsitzenden schriftlich einzuladen.
  2. Über die Ausschusssitzungen ist eine Niederschrift zu fertigen. Dafür ist eine Schriftführerin zu bestimmen.
  3. Der Ausschuss tagt nicht öffentlich und daher vertraulich. Beschlüsse, die den Kirchenkreisrat oder die Kirchenkreissynode binden, können nicht gefasst werden.
  4. Der Ausschuss ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst.
  5. Mitglieder der Kirchenkreissynode und Beauftragte des Kirchenkreises können an den Sitzungen teilnehmen. Das Präsidium der Kirchenkreissynode ist zu allen Ausschusssitzungen einzuladen. Es ist möglich, Sachverständige und Gäste einzuladen.
  6. Die Referentinnen für Frauenarbeit nehmen als hauptamtliche Mitarbeiterinnen des Frauenwerks als ständige Gäste mit beratender Stimme an den Sitzungen des Synodalen Ausschusses teil.
  7. Der Ausschuss tagt mindestens zweimal jährlich.
  8. Mit Zustimmung aller Mitglieder des Ausschusses können Einladungen und Niederschriften durch ein gesichertes E-Mail-Verfahren erfolgen. Mitglieder, die keine E-Mail-Adresse oder keinen Zugang zu einem E-Mail-Server haben, sind die Einladungen und Niederschriften auf dem Postwege zuzustellen.  § 3   Aufgaben des Ausschusses und Aufträge
    1. Der Ausschuss beschäftigt sich insbesondere mit dem Hintergrund eigener Erfahrungen in der Frauenarbeit und in enger Zusammenarbeit mit den Referentinnen für Frauenarbeit mit folgenden Themen:
      1. Stand der Entwicklung von Gesellschaft, Theologie und Exegese und den daraus folgenden Schlüssen / Umsetzungen für die Frauenarbeit im Kirchenkreis Dithmarschen
      2. Erarbeitung / Sichtung von Themenvorschlägen für die Jahresplanung in der Frauenarbeit in Dithmarschen
      3. Ca. halbjährliche Auswertung der Angebote i. d. Frauenarbeit in Dithmarschen und deren Dokumentation
      4. Vernetzung mit den Kirchengemeinden und Kirchspielen
      5. Vernetzung mit den Regionalen Diensten und Diensten & Werken im Kirchenkreis Dithmarschen
      6. Unterstützung der Zusammenarbeit mit den Nachbarkirchenkreisen im Rahmen von kirchenkreisübergreifender Arbeit
      7. Unterstützung der Vernetzung mit dem Frauenwerk und der Genderstelle der Nordkirche
    2. Die Kirchenkreissynode kann dem Ausschuss Aufträge erteilen und Vorlagen zur Stellungnahme überweisen. Der Ausschuss soll Beschlussempfehlungen für den Kirchenkreisrat erarbeiten, soweit die Kirchenkreissynode keine anderweite Abwicklung beschließt.
    3. Der synodale Ausschuss berät die Leitungsgremien des Kirchenkreises (Synode, Kirchenkreisrat und Finanzausschuss) insbesondere in Personalfragen und bei der Besetzung der Stellen für die Referentinnen für Frauenarbeit.
    4. Der Synodale Ausschuss unterstützt die Referentinnen für Frauenarbeit in ihrer Arbeit.
    5. Der Kirchenkreissynode wird einmal jährlich ein Bericht vorgelegt. 

       
      Diese Geschäftsordnung wurde in der Sitzung des Synodalen Ausschusses für Frauenarbeit im Ev.-Luth. Kirchenkreis Dithmarschen am 18. März 2010 beschlossen. Überarbeitet vom Synodalen Ausschuss für Frauenarbeit im Mai / Juni 2012.
      Wieder überarbeitet vom Synodalen Ausschuss im Juni 2015 im Blick auf die Tätigkeit von zwei Referentinnen für Frauenarbeit im Kirchenkreis.

      Die Geschäftsordnung wurde dem Kirchenkreisrat am 03.09.2015 vorgelegt und genehmigt.